Deutsche Politiker haben Angst vor Twitter!

Über die Macht von Twitter bei Wahlen und insbesondere danach wissen wir nach den Ereignissen im Iran vieles. Das ist inzwischen auch bei der deutschen Politik angekommen… und schon macht sich dort Angst breit. Stimmt, wir reden von deutschen Politikern im Jahre 2009! Wieso muss man in einer Demokratie vor einem Dienst wie Twitter Angst haben??? Twitter ist nichts anderes als ein Dienst zur Verbreitung von Kurznachrichten, und jeder der möchte kann diese sekundengenau abrufen. Mehr nicht!
Stein des Anstoßes ist die Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler im Mai. Da hatten Abgeordnete das Ergebnis bereits in Twitter gemeldet bevor es amtlich war. Dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Wahl mehr und doch machte sich Unmut breit.

Im Bezug auf die anstehende Bundestagswahl, sieht man die Gefahr, dass Wählerbefragungen am Wahltag möglicherweise doch Einfluss auf das Wahlergebnis haben könnten. Man denkt also (noch) über ein Verbot der Wählerbefragung (sog. Exit-Polls) nach, doch ich glaube kaum, dass die Parteien darauf verzichten wollen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor der erste deutsche Politiker anfängt, laut über eine technische Einschränkung solcher Dienste am Wahltag nach zu denken … Ich denke daran sollten wir nicht mal im Traum daran denken!

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